Neubau Siedlung Ernst-Zöbeli
Zürich, 2026
offener einstufiger Wettbewerb
Die neue Siedlung Ernst-Zöbeli der Baugenossenschaft Halde in Zürich-Altstetten ergänzt die bestehenden Hochhausbauten zu einem durchlässigen, gemeinschaftlich geprägten Quartier. Aus dem Thema des „Gegenübers“ wird eine räumliche und soziale Idee für gemeinschaftliches Wohnen entwickelt. Die Bebauung reagiert sensibel auf ihre heterogene Umgebung und verbindet unterschiedliche Massstäbe zu einem vielschichtigen städtebaulichen Gefüge. Versetzte Baukörper, vielfältige Blickbeziehungen sowie ein fein abgestimmtes Netz aus Höfen, Wegen und Zwischenräumen schaffen Orientierung, fördern Begegnung und stärken die Identität des Quartiers.
Im Zentrum der Anlage entsteht ein grosszügiger, naturnah gestalteter Park, der an den Aussenraum der bestehenden Hochhäuser anschliesst und als gemeinschaftlicher Freiraum für alle Generationen dient. Unterschiedlich gestaltete Zonen ermöglichen Spiel, Rückzug und Austausch, während bestehende Bäume, extensive Begrünungen und biodiversitätsfördernde Elemente einen klimaangepassten Landschaftsraum schaffen.
Die sechs Wohnhäuser mit insgesamt 147 Wohnungen bieten vielfältige Typologien für unterschiedliche Lebensformen. Alle Wohnungen sind mehrseitig orientiert und verfügen über flexible Grundrisse mit engen Bezügen zum Aussenraum. Gemeinschaftsräume, gemeinschaftliche Dachterrassen und ein zentraler Pavillon ergänzen das Angebot und fördern das gemeinschaftliche Leben innerhalb der Siedlung.
Das Projekt ist in Holzbauweise mit hohem Vorfertigungsgrad, geringer grauer Energie und zirkulären Prinzipien gedacht. Wiederverwendbare Bauteile, robuste Materialien und eine reduzierte Gebäudetechnik bilden die Grundlage für eine langlebige und nachhaltige Architektur. Farbige Akzente, feingliedrige Fassaden und die sichtbare Materialität des Holzbaus verleihen der Siedlung einen eigenständigen, urbanen Ausdruck.
Beteiligte
Zusammenarbeit
Atelier IF
Landschaftsarchitektur
Kesküla Erard
Bauingenieur
Holzprojekt AG
Visualisierungen
luce.